Die Foto-Wanderausstellung: Unsichtbare Opfer

 

Die Ausstellung Unsichtbare Opfer –  Migrantinnen und Migranten auf ihrem Weg durch Mexiko zeigt Fotographien verschiedener Fotographinnen und Fotographen. Auf diesem Blog ist nur eine Auswahl zu sehen. In der Ausstellung selbst sind alle 32 Fotographien hochauflösen auf sogenannten Aluminiumverbundplatten zu sehen. Bild und Text geben einen Eindruck über das Schicksal vieler illegalisierter Migrantinnen und Migranten von der Situation in ihren Herkunftsländern, während ihrer Reise durch Mexiko, bis zur Ankunft an der Nordgrenze Mexikos.

Emden – Volkshochschule

Emden, 30.11.-21.12.2012

Veranstalter: Amnesty-Gruppe 1363
In der Volkshochschule Emden, An der Berufsschule 3, 26721 Emden – Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 8-22 Uhr

Solidarität durch Briefe und Socken

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Emden. Zum Internationalen Tag der Menschenrechte hat gestern die Emder Gruppe von Amnesty International auf zu Unrecht unterdrückte, verfolgte und inhaftierte Menschen in der ganzen Welt aufmerksam gemacht. Im Foyer der Volkshochschule konnten dabei gegen eine Portospende von 75 Cent Solidaritätsbriefe auf den Weg gebracht werden. Begleitet wurde der Emder Beitrag zum weltweiten Briefmarathon aber noch von einer Extra-Aktion. Dabei spielten gestrickte Socken eine besondere Rolle.
Die Aktion bezieht sich auf die derzeit im Foyer zu sehende Fotoausstellung ”Unsichtbare Opfer”. Diese beleuchtet das Schicksal von Migranten aus Zentral- und Südamerika, die sich aus wirtschaftlicher Not auf den langen, gefahrvollen Weg durch Mexiko nach Nordamerika machen, um von dort aus ihren Familien zu helfen (wir berichteten). Für diese Menschen hatte Amnesty um Sockenspenden gebeten – und acht ”Stricklieseln” aus dem Barenburger Kulturbunker hatten die Nadeln tüchtig klappern lassen. Evelyn Jetses-Schaab und Pia Kern übergaben gestern eine Schachtel mit 23 Paaren an Martina Liedke, Johanna Adickes und Christa Kalkkuhl von der Amnesty-Gruppe. Eine weitere Strickerin ließ am Vormittag zusätzlich vier Sockenpaare überbringen.
Warum die Socken ein Hilfsbeitrag sind, erläuterte Hauke Lorenz von der Amnesty-Koordinationsgruppe für Mexiko und Zentralamerika, der selbst Fotos zu der Ausstellung beigesteuert hat und gestern extra aus Hamburg angereist war. Er schilderte das Schicksal eines Mannes, der auf seiner Reise zwar der ständig drohenden Verschleppung und Ermordung durch Banden entgangen war, aber dafür in einen Nagel trat. Weil ihm als Illegaler eine ausreichende medizinische Versorgung verwehrt blieb, verlor er am Ende sein halbes Bein. Aber auch einfache Blasen könnten aufgrund der mangelnden hygienischen Verhältnisse auf der Flucht zu üblen Folgen führen, sagte Lorenz.
Er richtete ”ein ganz großes Dankeschön” an alle, die Wolle gespendet und Socken gestrickt oder abgegeben haben. Vor Ort verteilt werden sollen die Socken über jene Migranten-Herbergen, die vom katholischen Pater Alejandro Solalinde ins Leben gerufen wurden.
gwo
Kommentar Seite 12
Veröffentlicht am 11.12.2012 auf http://www.emderzeitung.de/?id=20&nid=280709